VAP und VAT® mit dem VIV-ARTE® Lernmodell lernen

Mit dem VIV-ARTE® Lernmodell analysieren Sie die Bewegungsmöglichkeiten des Patienten (Bedingungsfaktoren) zu allen 6 kinästhetischen Prinzipien.

Aus den Grundlagen (Grundlegende Vorgehensweisen) erarbeiten Sie ein Handlungsschema (individuelle Vorgehensweise) für die Bewegungsförderung des Patienten während der täglichen Pflege.

Die theoretischen und praktischen Fähigkeiten für die Anwendung der beiden Konzepte VAP und VAT® erwerben Sie im Unterricht nach dem VIV-ARTE® LERNMODELL.


Die professionelle Bewegungsförderung im Rahmen der täglichen Pflege ist das zentrale Thema.

Das VIV-ARTE® Lernmodell ist eine Weiterentwicklung von Kinaesthetics nach Hatch/Maietta. Das PLUS steht für

  • VIV-ARTE® Bewegungs- und Steuerungskriterien
  • VIV-ARTE® Bewegungsdiagnostik
  • VIV-ARTE® Grundlagen für die Mobilisation in 3 Phasen

 

Das VIV-ARTE® Lernmodell wurde von 1995 bis 1999 entwickelt und erprobt. Querschnittsgelähmte lernten gemeinsam mit Angehörigen und Assistenten Transfers in nicht behindertengerechter Umgebung professionell und rückenschonend zu gestalten. Die kontinuierliche Anwendung dieser Art der Bewegungsförderung bedeutet für viele Tetraplegiker eine bessere Lebensqualität durch:

  • weniger Spastik, Angst, Schmerzen, Kreislaufprobleme, Dekubitus und Infektionen
  • besseres Gleichgewicht und mehr Selbstkontrolle
  • mehr Motivation das häusliche Umfeld zu verlassen


Begründungsrahmen der Weiterentwicklung des Lernmodells sind

  • die Selbstpflegetheorie von Dorothea Orem
  • die Bewegungswissenschaften
  • 3 Studien am Universitätsklinikum Ulm.

Lernen mit dem VIV-ARTE® Lernmodell

Kinästhetisches Lernen ist u.a. Erfahrungslernen. Der Unterricht nach dem VIV-ARTE® Lernmodell beinhaltet ein ausgewogenes Vermitteln von kognitiven Lerninhalten in Verbindung mit körperlichen Erfahrungen und dem Training der erforderlichen Bewegungs- und Handlungskompetenz. In kleinen Schritten werden Sie im Verlauf der Module mit den Grundlagen menschlicher Bewegung vertraut gemacht.
Sie lernen feine Unterschiede zu spüren, feinfühlig zu interagieren, Bewegungsaspekte (Teilbereiche einer Bewegung) wahrzunehmen, zuzuordnen und taktil-kinästhetisch zu kommunizieren.


Der Lernprozess durchläuft drei Phasen:

  • Erfahren und Verstehen: Ein Kriterium wird in „gleichen“ Mobilisationshandlungen unterschiedlich berücksichtigt. Die Auswirkungen auf die Gesundheit in allen Bereichen und auf die Lebensqualität werden verglichen und reflektiert.
  • Trainieren: Die Berücksichtigung eines Kriteriums wird in unterschiedlichen Mobilisationshandlungen mit gesunden Personen und anschließend mit Patienten trainiert.
  • Integrieren: Die verinnerlichten Bausteine der 3-Phasen der Mobilisation werden in die tägliche Pflege integriert.
Share by: