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Nur ein Lächeln

Facharbeit zur Qualifikation VAP-Advisor

von Antje Rettenmaier, Lehrgang 0743

Vorwort

Ich heiße Antje Rettenmaier, bin 34 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren.

Derzeit arbeite ich als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Ostalb-Klinikum Aalen auf der Stroke Unit, die an eine neurologische Station angegliedert ist.

 

Während meiner Ausbildung hatte ich das erste Mal Kontakt mit dem Bewegungskonzept Kinaesthetics und nahm 2010 am Grundkurs teil. Ich weiß noch sehr genau, wie ich völlig erstaunt und extrem fasziniert auf meinem Stuhl saß und dem Ganzen zusah. Es sah alles so leicht aus, ohne Anstrengung, so spielend, so mühelos.

Kinaesthetics begleitete mich nach der Ausbildung ins Fachkrankenhaus Neresheim auf die Intensivstation, wo es sich schnell mit anderen Konzepten wie Bobath, basale Stimulation und LiNâ vermischte.

 

Nach der ersten Elternzeit kehrte ich ins Ostalb-Klinikum zurück. Und plötzlich sprach man nicht mehr von Kinaesthetics, sondern von VIV-ARTEâ. Eine Kollegin, die gerade Modul 2 abgeschlossen hatte, erhielt durch die damalige VAP-Lehrerin eine Praxisbegleitung. Ich durfte diese begleiten und beobachtete das erste Mal ein Warm-Up M2/1 mit anschließender Mobilisation in den Rollstuhl. Wieder stand ich völlig fasziniert und staunend dabei und dachte für mich, das möchte ich auch können.

 

Im Mai 2017 erlitt ich einen Bandscheibenvorfall, der mein Leben völlig auf den Kopf stellte. Der konservative Genesungsprozess inklusive Rehabilitation und Wiedereingliederung dauerte 7 Monate. Eine lange Zeit um sich viele Gedanken zu machen. Wie wird es weitergehen? Wie sieht meine Zukunft aus? Was kann ich ändern? Sehr viele Zweifel und Tränen begleiteten diesen Weg.

 

In der Reha wurde mir mitgeteilt, ich müsse zurück in die Pflege. Ein Bandscheibenvorfall und auch mein Arbeitsbereich seien kein Grund für eine Umschulung. Da stand ich nun. Sie schicken mich zurück an den Ort, der mit für meine Lage verantwortlich war. Zurück zu den schwer betroffenen Patienten, die immer älter, unbeweglicher, schwerer werden. Nun begannen die Zweifel und das Hirnen von Neuem. Soll ich in einen anderen Bereich wechseln? Anästhesie? Funktionsdienst? Gespräche mit der Betriebsärztin und im Rahmen des BEM (betrieblichen Eingliederungsmanagement) folgten. Mein Kopf sagte mir: Anästhesie. Mein Herz schrie immer wieder: Neuro! Das kannst du! Darin bist du gut! Verbieg dich nicht! Es gibt andere Wege! Wege, die du noch nicht sehen kannst.

Und in der Tat, dieser Weg, eine Möglichkeit kam, ohne dass ich danach gesucht hätte.

Die Mitarbeiter unserer Station wurden nach und nach in VAP Modul 1-4 geschult. So auch ich nach der erfolgreichen Wiedereingliederung. Und da war sie wieder: die Faszination und das Staunen über ein Konzept, das mit manchmal kleinen Schritten so viel erreichen kann. Für Patienten, für Angehörige, für Pflegekräfte und für mich persönlich und meinen angeschlagenen Rücken.

Jetzt wurden für die geschulten Stationen VAP-Fachberater gesucht, ich bewarb mich für die Stelle um für meine Kollegen, Patienten und auch für mich eine Verbesserung und Erleichterung unseres Alltags erzielen zu können und nun sitze ich hier und schreibe meine Facharbeit.

 

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Nur ein Lächeln
Facharbeit zur Qualifikation VAP-Advisor von Antje Rettenmaier, Lehrgang 0743
1908 Antje Rettenmaier.pdf
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